Mittwoch, 18. Dezember 2013

Lysterfield Lake Park (Melbourne)



Wir fanden als neuen Aufenthaltsort einen Park, der direkt am See gelegen war. Es gab öffentliche Toiletten und zahlreiche freie Barbequeplätze (die dementsprechend dann auch aussahen) die Australier scheinen diese gar nicht sauber zu machen…  oder sind so eingestellt, dass jeder die für sich vor der Benutzung sauber zu machen hat und nicht nach der Benutzung… naja, aber es gibt sie, und sie haben eine große Fläche auf den eine Menge gebraten werden kann :-)


Dieser Park war wohl auch ein Treffpunkt für Sportvereine (wir sahen eine Gruppe von Boxern dort trainieren) und er wurde von vielen Bikern und Joggern genutzt.


In diesem Park fühlte man die Natur pur. Es gab keine Mülleimer dort (außer einen kleinen in den Toiletten) was mich bei den vielen BBQ Plätzen wunderte, aber er war total sauber.  Und direkt am Wald gelegen. Die Kängurus hüpften fast den ganzen Tag (zumeist abends und morgens) zahlreich durch den Park. Und viele viele  Vögel natürlich. Kakadus, irgendwelche Wasservögel, Papageien.





Auf einem Spaziergang sahen wir dann 2m vor uns einen Ameisenigel. Wir kamen näher, er war beschäftigt damit, mit seiner langen Nase Ameisen aus der Erde zu holen. Diesen störte unsere Anwesenheit überhaupt nicht, wir haben unsere Aufnahmegeräte quasi direkt vor seine Nase gehalten ;-)




Einige Minuten ging er dort lang und wühlte, alle paar Zentimeter weiter, ein neues Loch mit seiner Nase in die Erde um nach Nahrung zu suchen. Zwei Mal machte er sich zu einer Kugel, da hatte er uns wohl doch irgendwie entdeckt und fühlte sich kurz in Gefahr, aber dann ging er weiter auf Nahrungssuche. Das ganze Procedere haben wir auf Video aufgenommen. Video folgt ;-)
 
In diesem Park waren wir zwar nur 3 Tage, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass wir dort nochmal übernachten :-)

In diesen wenigen Tagen haben wir dort nun auch viel erlebt. Auf den Damentoiletten befanden sich zwei Possums! Diese haben wir auch nur entdeckt, weil eine Gruppe von kleinen Jungs dort stand und lachten und mit Ball ausgerüstet nach den Tieren warfen. Ich fragte was dort ist, ich verstand zunächst nicht so recht, habe dann aber wirklich diese Tiere da oben sitzen sehen. Die Jungs haben die Tiere leider nicht in Ruhe gelassen, sodass sie am nächsten Tag nicht mehr dort waren. Wir hatten im Internet geguckt um sicher zu gehen, dass sie Obst essen und wollten sie damit füttern. Im Internet habe ich gelesen dass diese Tiere nicht ortsgebunden sind…  umso mehr freute ich mich, als sie dann den Tag darauf doch wieder am selben Platz waren!!  Und wir eine Obstfütterung machen konnten. Das war ein Ereignis!

Die Banane haben die beiden komplett weggegessen und dabei sehr laut geschmatzt :-D 

Die Kiwi dann auch noch. Der kleinere von den beiden hat beim Versuch, als ich ihm die Kiwi hinlegen wollte gefaucht…  keine Ahnung wieso :-) vielleicht sind wir ihm zu nah gekommen bzw. er hat sich in die Enge gedrängt gefühlt oder durch die das geärgert-werden von den Jungs war es etwas misstrauisch. Die Kiwi hat er sich dann aber doch noch geschnappt.




Es ist denke ich schon sehr unwahrscheinlich für Backpacker Possums in freier Wildbahn zu sehen. (nachtsaktiv etc.) Desto geiler ist es, dass wir solche Erfahrungen hier machen konnten :-) Schon wieder Glück gehabt :-)  Jetzt fehlen nur noch Delfine, Wale, Pinguine und Haie… ;-)

Seit dann ging es für uns bergauf …  nachdem Pech mit dem Auto und der erfolglosen Jobsuche für den Zeitraum um Weihnachten herum.. erhielt Chris einen Anruf von einer Farm! Er bräuchte Arbeiter zum „berries pflücken“ verstand Chris…  Er hatte ihn aber falsch verstanden.  

Wir kamen auf dieser Farm an und sahen nur viele Kühe...

Cleland Wildlife Park

An unserem ersten Versuch in den Park zu fahren bemerkten wir dass unser Auto ab 80km/h kein Gas mehr gab. Dann tropfte es auch noch unter dem Motor... wir suchten (eine ganze Weile- garnicht so leicht eine zu finden – trotz Internets!) eine Werkstatt auf. Die erste Werkstatt war „closed“. Na super! Die zweite Werkstatt musste uns leider sagen, dass sie so viel zu tun hatten, dass sie sich das Auto heute nicht mehr anguckten konnten. Bei der dritten Werkstatt haben wir das Auto dann gelassen… eine neue Kupplung musste rein. Nicht günstig, aber wir entschieden uns es zu bezahlen, ansonsten hätten wir den Einkaufpreis vom Auto in den Sand gesetzt! Und in dem Zustand hätte man das Auto nicht verkaufen können. Auch nicht an Unwissende ;-) Somit haben wir weitere 1100$ ins Auto reingesteckt.
Das war sehr schade, dass das mit dem Auto genau den unserem Ausflugstag passieren musste, und dabei war das Wetter auch so toll. Aber nun ja, das ließ sich nicht ändern. In den Park wollten wir auf jeden Fall bevor unsere Reise weiter nach Melbourne gehen sollte.


Als wir das Auto dann wieder hatten, fuhren wir endlich in den Cleland Wildlife Park! Eigentlich war für diesen Tag Regen angekündigt, wir hatten aber ideales Wetter für den Park, es war nicht zu heiß, nicht kalt und sonnig.


Hier kauften wir uns am Eintritt schon Kängurufutter! :-) und freuten uns darauf die Tiere zu füttern und ihnen nah zu kommen.

Als wir den Weg am Anfang entlang gingen saß ein kleines Rattentier auf dem Gehweg. (Es sah ähnlich aus wie ein Degu!). Oder aber auch eine Art Schwein und Ratte, jedenfalls war es wahrscheinlich eine Art Beuteltier  (Känguruart) die erkennt man immer an den größeren Hinterpfoten und bewegen sich auch alle ähnlich fort. 




Als erstes gingen wir zu einem Koalagehege, die Koalas saßen sehr tief auf den Bäumen und teilweise krabbelten sie auf dem Boden, so konnten wir sie gut sehen und ihnen nah kommen. Einen konnte ich kurz auf dem Kopf streicheln, das Fell ist seeeehr weich :-)






Wir hatten das Glück, das gerade Pfleger in das Gehege gegangen sind, der eine ein Koala auf dem Arm hatte (ich habe es schnell einmal heimlich gestreichelt) zum Glück nicht den Arm des Pflegers ;-) (das war knapp). Und so sind die Koalas auf dem Boden zu den Pflegern gekrabbelt, der eine griff in die Hose von dem Pfleger und wollte auf dem Arm genommen werden! Er versuchte an ihm hochzuklettern.


Auf einer Känguruwiese kam als allererstes ein sehr großes Känguru auf uns zu und ließ sich füttern. Aufrecht war das red kangaroo fast so groß wie Chris, aber nicht ganz ;-)


Die Kängurus waren seeehr gechillt, lagen auf der Wiese und auch wenn man zu ihnen gegangen ist, haben sie sich teilweise nicht wegbewegt :D so konnte man sich dazu legen ;-) und gefuttert haben sie dann trotzdem im Liegen; bloß nicht bewegen ;-).





Wir sahen dann noch später bei einem Känguru ein Bein aus dem Beutel gucken, wir wussten dann, es hat ein „Joey“!!! Dieses Känguru wurde dann ganz lange von uns gefüttert (es braucht ja viel Energie) und ausserdem wollten wir den Joey sehen :-) es dauerte auch nicht lang bis das Joey mit seinem kleinem Kopf dann mal aus dem Beutel herausschaute :-) 







Wir hatten echt Glück, dass als wird da waren, dass die Kängurus Joeys hatten, die groß genug waren, dass wir sie auch aus dem Beutel herausgucken gesehen haben.

Man konnte die Kängurus gut füttern, wir haben uns vor sie gesetzt und wir konnten sie streicheln, auch den (etwas größeren) Joey von dem Känguru.

Das eine Känguru hat, und damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, deswegen kam ein sehr lustiges Bild dabei heraus, auf einmal meine Hand abgeschleckt. Ich wollte das Chris dies auf Video aufnimmt, aber da hat das Känguru das schon nicht mehr gemacht, aber ein Foto hat Chris gemacht ;-)


 

Kängurus geben zwei verschiedene Arten von Milch (mit unterschiedlichen Zusammensetzungen) für ihre Joeys. Für den ganz kleinen gibt es spezielle Milch im Beutel und für die etwas größeren gibt es andere Milch, auch im Beutel aber aus einer anderen Zitze. So können theoretisch beide Joeys, ein ganz junger und ein etwas älterer gleichzeitig gesäugt werden. Wir konnten dann auch noch ein Mama-Känguru sehen, bei dem das größere Kind getrunken hat.




Im Wombat-Gehege waren alle Wombats in ihrem Bau. Chris fing an komische Geräusche mit dem Mund zu machen. Die scheinen sowas noch nicht gehört zu haben, jedenfalls kam ein Wombat herausgetrottet, lag sich dann in den Sand und wälzte sich auf dem Rücken.
 






Das mit dem Wombat war wie so eine kleine Show. Er kam heraus und wälzte sich lustig auf dem Boden. Ein Video davon folgt :-)

Wir konnten dann auch noch die Vögel bei einem kleinen Kampf beobachten, dort hat der linke Vogel den anderen gezeigt, wer der Chef ist.


Der Park hat uns sehr gefallen. Wir konnten den australischen Tieren wirklich nah kommen und es hat Spaß gemacht sie zu füttern etc.


Kati

Montag, 16. Dezember 2013

Jobgespräch in Melbourne



Da das Büro vor den Weihnachtsferien schloss, hatten wir dann zwei Tage Zeit um nach Melbourne zu kommen. Ca.8 Stunden Autofahrt. Die wir dann auf die zwei Tage aufgeteilt haben, die erste Nacht in Melbourne verbrachten wir etwas außerhalb auf einer Raststätte, dort war es nicht gerade ruhig, viele LKWs und Fastfood-Ketten hintereinander gereiht und eine große Tankstelle, aber es gab dort kostenlose Duschen gegen Pfand! Und die waren gut! :-) 

Den nächsten Tag ging es dann nach Melbourne rein. Das Bürogebäude befand sich inmitten einer Wohnsiedlung, ich fragte mich ob es tatsächlich richtig sei. Das Gebäude bei dem ich klingelte sah auch aus wie ein normales großes Haus. Geöffnet hat mir dann ein junger Mann, geschätzt vielleicht auch gerade mal Mitte Zwanzig. Alle anderem im Büro waren auch sehr jung. Das Jobgespräch entpuppte sich dann auch eher als Formulare ausfüllen und unterschreiben, als dass sie viel wissen wollten :-)gut für mich, so bestand gar kein Zweifel mehr ob ich den Job überhaupt bekomme. Ich war anfangs natürlich aufgeregt und skeptisch, ob sie merken, dass ich mit dem Englisch sprechen unsicher bin und so ein Unterrichtsjob dann möglicherweise nichts für mich ist oder aber sie Zertifikate aus Australien haben wollten, wie das „working with children check“, aber es genügte wohl, dass ich Sport in Hamburg studiert habe und dass ich mit Kindern gearbeitet habe. Es handelt sich auch nur um ein „casual job“, also bin ich mal gespannt, wie häufig und wieviel ich dann im Endeffekt arbeiten werde. Der Job beginnt erst Ende Januar… ich bin dennoch schon gespannt :-)


Kati 

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Kangoroo Island- Tour



Die 2 Tages Tour Kangoroo Island war heruntergesetzt bis zum Freitag, also  entschieden wir uns am Mittwoch  dazu zuzuschlagen und diese Tour über unser erstes Hostel zu buchen. Gut, dass wir den einen Deutschen dort kannten und jederzeit Kontakt zu ihm aufnehmen konnten J so hatten wir rechtzeitig erfahren, dass die Tour gerade noch im Angebot ist. Und wir wollten die Tour auf jeden Fall machen.


Er erzählte uns zuvor, dass die Tour sehr gut war (er hatte diese schon gemacht) nur war es bei ihm die 1-Tages Tour und die war ihm etwas zu kurz. Wir wollten dann eine längere Tour buchen.


Um 06:10 Uhr war der kleine Bus abfahrbereit. Insgesamt waren wir  16 Personen und eine bunt gemischte Gruppe, eine Familie aus Frankreich, zwei aus den Niederlanden, einige aus der USA, drei aus Korea, drei Deutsche (einschließlich mit uns beiden). Unser Tourguide war weiblich ca. mitte Zwanzig Jahre alt. Sie war sehr engagiert bei der Tour und sehr motiviert.  Während der Tour erzählte sie viele interessante Dinge über die Insel. Super fand ich, dass wir für jede Aktivität genau richtig viel Zeit hatten. Es kam nichts zu kurz und nichts war in die Länge gezogen :-)

Auf der Bootstour hin haben  wir kurz kleine Delfine gesehen, die an der Seite des Boots hinterher gesprungen sind.


Angefangen haben wir auf der Kangoroo Island Insel wir mit einem Aufstieg auf eine Treppe und haben dann einen guten Ausblick genossen. Weiter ging es dann zum Lunch zu einem Barbequeplatz, dort bereiteten alle gemeinsam das Essen so vor, dass jeder sich selbst  Sandwiches machen konnte als Nachtisch gab es eine australische Lemmington-Rolle (einen Kuchen mit Kokosstreuseln drauf).


Anschließend fuhren wir an den Seal Bay. Ein Strand an dem Seelöwen ihren ruhigen Platz hatten. Mit einem Guide ging es direkt an diesen Strand. Einige Meter  (ca.10-15m)von den Seelöwen entfernt konnten wir diese dann beobachten und Bilder schießen. Das war eine spannende Erfahrung ihnen so nah zu kommen in unberührter Natur. Die Gruppen die diese direkte Tour zum Strand machen sind nämlich recht klein. Und die Australier achten schon sehr darauf, dass es den Tieren gut geht und nichts dort herum liegt, was ihnen schaden könnte. Irgendwelchen Müll z.B.  Dieser Strand ist optimal für diese Seelöwen, weil keine Haie dort hin kommen, dies liegt an den Felsen, im Wasser  die diesen Strand so schützen.



Dieser Seehund kam aus einem Versteck unterm Busch wieder an den Strand angelaufen. Sie gehen vom Strand weg und suchen sich einen Schattenplatz im Busch, wenn es ihnen zu heiß ist. Ein Seehund hat sich wohl mal in der Touristen Toilette aufgehalten.


Diese beiden Seelöwen machen hier unter sich aus, wer der "Chef" ist, der rechte auf dem Bild ist älter und in diesem Falle siegte hier der linke. Wir mussten in einer großen Gruppe zusammenbleiben, so sehen wir größer aus, ansonsten können sie für eine einzelne Person gefährlich werden.




Danach fuhren wir zu einer „little Sahara“. Dort ging es zum Sandboarden! Der Berg war steiler, als ich erwartet hätte… ich war natürlich die allererste der ganzen Gruppe, die dann heruntergefahren ist :-)


Im Sitzen, meine erste Fahrt, bekam ich den meisten Sand ab.. danach probierte ich es im Liegen mit dem Kopf voran! Auch das muss man sich erstmal trauen  ;-)  Dies war aber viel besser als im Sitzen hatte ich das Gefühl, da bekam ich dann garkein Sand ab (vor allem, auch wenn man es nicht denkt, nichts ins Gesicht) und somit war es entspannter :-)

Auf einem weiteren Board konnte man sich wie beim Snowboarden dann im Stehen versuchen ;-)

Dieses Board schnappte sich Chris natürlich als erstes :D . Ich probierte dieses Board dann beim dritten Mal herunter aus.

Coole Videos werden hier folgen :-) haben fast alles aufgenommen.



Das Sandboarding war auch eines der Highlights für uns :-) es hat riesen Spaß gemacht!!



Die Unterkunft war ein Mehrbettzimmer mit 8 Betten. Wir waren dann in einem Zimmer mit der französischen Familie, einem Koreaner, dem Deutschen und einem aus den USA.

Dort haben wir recht gut geschlafen. (ich dennoch mit Ohrenstöpseln, wer weiß wer da alles so schnarcht :-) )


Am nächsten Morgen ging es dann schon um 8 Uhr los. Als erstes haben wir einen Spaziergang gemacht ziemlich durch den Busch. Die Strecke war nichts für alte Leute ;-) der Weg war steinig und ging dann auch über größere Steine und etwas bergauf und bergab. Dies war eine sehr schöne Gegend, nach 15 Minuten Gehen sind wir an einen Strand gekommen, der sah auch ganz nett aus. Nur baden sollte man dort nicht wegen „crazy waves“  ;-)


Nach dieser Tour fuhren wir an einen Ort an dem Koalas an Bäumen beobachtet werden konnten. Wir sahen recht viele, wir mussten nur gut suchen, weil sie garnicht so leicht zu sehen sind! Immer wenn die anderen aus unserer Gruppe stehen blieben, hoch guckten, zeigten und Fotos machten, wussten wir, dort sitzt wieder einer im Baum. An diesem Ort sahen wir dann auch verschiedene Kängurus. Auch einen Mischling aus Grey- und Rotkänguru erzählte uns unser Tourguide,und zwei Wallabys. 

Hier ein Koala mit seinem Kleinen :-)





Die Lieblingstiere unseres Tourguides waren Ameisenigel. Als sie eines am Straßenrand sah, hielt sie sofort mit dem Bus an und ging mit uns allen das Stück zu Fuß zurück ums uns allen diesen Igel zu zeigen, wir sahen ihn jedoch nur von hinten, weil er schon auf dem Weg in den Wald zu flüchten war.

Danach ging die Fahrt weiter zu den „Remarkable Rocks“ (riesige Steine, die schon lange von Touristen besucht werden) und zu den „Admiral Archs“ (auch hier waren wieder viele Seehunde zu beobachten).


Nach dieser Tour fuhren wir an den Vivonne Bay zum Kayaking. Das war ganz nett, das Wasser war jedoch sehr ruhig und flach, das hätte noch spannender sein können.


Am Abend gab es dann bevor es zurück ging noch „Fish and Chips“ zu essen. Bevor es dann wieder auf dei Fähre ging zurück in unser Hostel in dem wir dann auch erst wieder um 22 Uhr abends waren.


Kati

Samstag, 7. Dezember 2013

Unser Weg von Farm 2 zurück nach Adelaide.

Tach zusammen :)

Nachdem wir bei Wayne mehr oder weniger gegangen wurden, reisten wir nicht direkt von Streaky Bay (im Westen) Richtung Adelaide, sondern entschieden uns die Küste entlang zu fahren um uns Port Lincoln anzusehen. Die direkte Fahrt hätte wohl ca 7-8 Stunden gedauert, aber so kamen nochmal ca 4 Stunden drauf. Aber aufgeteilt auf mehrere Tage inzwischen für uns nichts besonderes mehr :D

Port Lincoln war ganz nett. Waren endlich mal wieder in einer Stadt die mehr als 1300 Einwohner hat :) 15.000 müssten es ca. sein. Erstmal zu K-Mart, einen günstigen Laden der praktisch alles hat, und danach zu MC Donalds erstmal was ordentliches essen :) Dort waren wir ca 2 Tage, haben aber nichts besonderes gemacht. Dort wurden zwar ganz coole Dinge angeboten wie z.B. mit Thunfischen schwimmen (100 Dollar) und mit einem Käfig zu weissen Haien ins Wasser (450 Dollar) aber das war uns das Geld dann doch nicht wert. An der Ostküste werden wir schon noch genug Geld ausgeben :)

Die nächsten Tage sind wir dann die Küste hoch gefahren bis nach Port Augusta und weiter nach Adelaide. Dort angekommen suchten wir uns erstmal ein Plätzchen zum Kochen und Übernachten. Auf dem Land ist das gar kein Problem. Alle halbe Stunde ist nen Rastplatz auf dem man ganz alleine seine Ruhe hat. Aber in der Stadt stellte sich das ein wenig schwieriger heraus. Bis wir einen guten Platz gefunden hatten wo wir auch mit unseren Gaskochern kochen durften, verging ne ganze Weile. Gekocht haben wir dann in nem kleinen Park. War lecker :) Übernachtet hatten wir dann in einer kleinen Seitenstrasse, wo wir schon bei unseren ersten Tagen in Adelaide häufiger geparkt hatten. Dort darf man doch tatsächlich 4 Stunden am Stück parken. Parken ist hier in Adelaide eine Katastrophe. Fast überall muss man einen Parkschein kaufen und wenn man mal einen kostenfreien Parkplatz gefunden hat, dann darf man nur 1-2 Stunden da stehen, zumindest bis 18 Uhr. Danach darf man dort überall frei stehen. Unser Parkplatz war für 4 Stunden kostenfrei also Luxus :) Man könnte jetzt natürlich sagen, man beachtet die Gesetze hier einfach nicht und zahlt ein paar Dollar wenn man doch mal erwischt wird, allerdings tut man das hier besser nicht. Falsch parken, oder die Parkzeit überziehen kostet hier ca 100 Dollar. Die sind mit den Strafen hier echt krass drauf. Gleiches gilt eigentlich für alle Gesetze. 5 km/h zu schnell mit dem Auto kostet auch ca 100. 15 zu viel 400!!! Fahrrad fahren ohne Fahrradhelm auch über 100 Dollar. Scheint hier so nen Standardding zu sein...

Naja hatten also vor dort unsere erste Nacht zu verbringen, allerdings klopfte um 6:30 Uhr ein Polizist an unser Auto...ich bin dann raus und habe mit ihm geredet. Der war eigentlich recht entspannt, und auf meine Frage ob hier übernachten verboten sei, meinte er nur: Oh nein, aber ihn hat wer angerufen dass hier wer im Auto übernachtet. Und dann muss er die Personalien aufnehmen falls etwas passiert. Damit die wissen wer wir sind. Das musste er natürlich um 6:30 machen... Naja er sagte noch, dass wir lieber Schlafplätze suchen sollten, wo nicht so viele Häuser stehen damit die nicht nochmal bei der Polizei anrufen...

Ab diesem Tag haben wir uns lieber wieder einen Schlafplatz etwas außerhalb von Adelaide gesucht. Ist zu nervig in der Stadt. Haben auch nen sehr nettes Plätzchen gefunden, irgendwo auf den Adelaide Hills, wo unser Auto nur mit Mühe hoch kam, aber hat sich gelohnt :)

Schreiben die Tage noch mehr hier rein, haben noch einiges mehr erlebt, aber irgendwie hat man den ganzen Tag irgendwas zu tun, dass man tatsächlich kaum zum Schreiben kommt :)

Chris

Montag, 2. Dezember 2013

Streaky Bay - zweite Farm

Ca. 5 oder 6 Stunden haben wir von Port Augusta zu Streaky Bay gebraucht. Dadurch dass wir einen Umweg gefahren sind, auf dem wir auch noch eine sehr lange Strecke über eine unbefestigte Straße (dirty road) fahren mussten mit vielen auch etwas größeren Steinen. - Konzentration und Ausweichen war angesagt. Als wir dort mitten auf der Strecke eine Pause machten hielten freundlich Australier an und fragten, ob alles okay sei :D wir hatten lediglich eine Trink- & Esspause gemacht, mitten im Nirgendwo ;-) auf die Idee kommen auch nur die Deutschen :) Wir hielten auch oft an um die Eidechsen auf der Straße aus nächster Nähe anzugucken. Eine haute als wir ihr zu nah kamen blitzschnell ab, eine andere Art war sehr lahm hat aber eine blaue Zunge die sie zeigt, wenn sie sich angegriffen fühlt. Die waren aber häufig sehr lieb und sind einfach gemütlich durch die Gegend gelaufen. In Streaky Bay angekommen, mehrmals hatte Wayne uns schon angerufen, Chris wollte nicht mit ihm sprechen, weil er der Meinung war er könnte die Australier am Telefon und mit ihrem Slang noch nicht verstehen, also habe ich mich ans Telefon gewagt. :) Ich fand man verstand ihn ziemlich gut am Telefon.
Wir trafen uns mit ihm direkt am Jetty von Streaky Bay und fuhren dann hinter seinem Jeep hinterher.
Er versprach in seinen vorherigen Nachrichten sehr viel, "wenig Arbeit" und "schnorcheln, Jetski fahren" und viele andere coole Aktionen. Und in der Tat uns wurde nicht zu viel versprochen. Am ersten Tag fuhr er uns mit seinem Jeep (wie ein Verrückter- und das war er auch irgendwie - in einen Hand das Steuer in der anderen Hand das Bier):D durch die Gegend und zeigte uns die schönsten Strände und Küsten, die wir dann die Tage entdecken können.
Auch hier wurden wir von vielen Hunden begrüßt.5 kleine Hunde.
Die Unterkunft sah für uns im ersten Augenblick etwas schäbig aus.. der Bus überraschte uns jedenfalls beim ersten Anblick. Schon irgendwie lustig einen Bus auf dem Grundstück zu haben und da drin Leute wohnen zu lassen.


Auch die Toilette war gewöhnungsbedürftig. Aber schon nach 1-2 Tagen hatte man sich daran gewöhnt. Schon lustig auf Toilette zu sitzen und der Wind pustet dir ins Gesicht ;-)


Wir bekamen sehr gutes Essen :-) er kocht sehr gut :-) und genau so ein Essen wie wir es mögen (Sandwiches, asiatisches Essen, viel Seafood (Krabben & Garnelen) und auch in reichlicher Menge! Yammi!
Am zweiten Tag fuhr Wayne mit uns beiden mit seinem Jetski aufs Meer hinaus! Wir bekamen beide Neoprenanzüge von ihm an. Auf dem Jetski war man riiichtig schnell. Das hat schon sehr viel Spaß gemacht, die Angst bloß nicht herunterzufallen war mit dabei (wer weiß was da im Wasser lauert, ein Hai oder ein Korallenriff, wo man nicht gerne im Wasser landen will ;-) allein bei dem Tempo hätte das reinfallen schon ordentlich weh getan. Er ist aber wahrscheinlich noch recht vorsichtig mit uns gefahren. Jedenfalls ist keiner gekentert :-)
Am dritten Tag ging schon das Jetski von Wayne kaputt, damit verflogen auch alle anderen Aktivitäten die er mit uns vorgehabt hatte :-(
Wir entdeckten einen Strand, bei dem wir einen ziemlich steilen "Weg" heruntergehen mussten, dort waren nur 2 Angler und eine halbe Stunde später hatten wir den Strand ganz für uns alleine.


Wir haben in dieser Umgebung viele "Skumpy Dumpies" gesehen, diese lustigen süßen Echsen werden so von den Australiern genannt. Wenn sie sich verteidigen strecken sie ihre blaue Zunge heraus :-) Sie sind nicht giftig, aber wenn sie zubeißen lassen sie wohl nicht mehr los ;-)


Fast eine Woche haben wir bei Wayne ja mehr oder weniger herumgegammelt. Dann kündigte sich auch schon neuer Besuch an und es gab familiäre Probleme, sodass wir ziemlich schnell abreisen mussten.
Aber das passte uns dann auch, weil wir genug von dem Ort gesehen hatten. Und während des Aufenthalts auch schon über das Internet auf Jobsuche gewesen sind. Wir wollten dann jetzt auch bald mal Geld verdienen! Damit wir uns auch alle Aktivitäten leisten können und beim Essen einkaufen und all dem nicht so extrem aufs Geld achten müssen..


Unsere erste Farm

Als wir auf der Farm ankamen begrüßten uns drei liebe Hunde. Es stellte sich gleich heraus, dass zwei von ihnen sehr liebesbedürftig waren und nonstop gestreichelt werden wollten. Sie bekamen nicht genug. Und liefen ständig zu dir und stellten sich vor dich, damit du sie streichelst. Wenn man dies nicht mehr wollte musste man tatsächlich die Arme verschränken und deutlich "out" sagen. Aber wir haben fleißig gestreichelt.


Auf der Farm lebten auch noch 5 Hühner, 1 Gans, ich habe sie immer "Chrismas goose" genannt, sie sah halt sehr füllig aus und bald ist ja Weihnachten :D dann noch 2 Pferde, viele Ziegen und nach drei Tagen als unsere andere Mitbewohnerin und Wwooferin eine Braunschlange gesehen hatte; erzählten sie und dass sie 4 "residental" Braunschlangen auf ihrem Grundstück haben, die giftigste Schlange der Welt.
Einen Tag später sahen wir sie auch, als sie direkt neben mir etwa ein Meter bis einen halbem Meter neben wir auf dem Boden schlängelte und ich sie zuerst nicht bemerkte. Sie machte sich dann aber schnell aus dem Staub.
Gearbeitet haben wir 5 Stunden am Tag im Garten. Unsere Hauptarbeit bestand darin die Apfelbäume von beschädigten und zu kleinen Äpfeln zu befreien, sodass die gesunden Äpfel genug Platz haben um groß wachsen zu können. Denn nur die großen Äpfel bringen mehr Geld, als wenn man viele kleine hat.


Wir sollten 7 Tage die Woche arbeiten, Wochenende, einen Tag frei, gab es theoretisch nicht... Jedoch war die Farmer-Frau den Sonntag woanders arbeiten, und ihr Mann ist wesentlich entspannter, sodass er Chris und mich einen Ausflug machen ließ. Wir genießten den Tag am Hafen in Port Pirie.
Außer dieser Arbeit waren wir den ganzen Tag in Arbeit eingebunden. Es gibt in Australien 3 Mal zu essen, Lunch Mittags und Abends Dinner, beide Mahlzeiten sind warm. Beim Zubereiten haben wir meistens Gemüse geschnippelt und auch beim Kochen geholfen. Am Abend haben wir das ganze Geschirr abgewaschen, zu dritt. Eine Wwooferin aus England ist ein Tag vor uns auf die Farm angereist.
Für den Abwasch haben wir jeden Abend auch noch mal eine Stunde gebraucht. Wir hatten leider so gut wie keine Freizeit gehabt..

Das Essen war immer frisch aus dem Garten gepflückt. Jedoch gab es immer "Resteessen", somit hatten wir das eine Essen, welches wir am ersten Tag zubereitet haben, dann noch am dritten Tag zu essen... - dann als Beilage, aber trotzdem..
Am nervigsten waren die Fliegen, sobald die Sonne herauskamen, waren 20 Fliegen um dich herum, und die kennen wirklich gar nichts! Sie fliegen dir ins Ohr, in die Nase.... wirklich sehr lästig.